Immobilie verkaufen, was ist mit den Steuern?

Die private, selbstgenutzte Immobilie:

Beim Verkauf der selbstgenutzten Immobilie, also welche Sie selbst bewohnt haben, fallen keine Steuern an.

Das bedeutet, Eigennutzung liegt nach §23 EStG vor, wenn der Verkäufer die Immobilie im Jahr des Verkaufs selbst bewohnt hat und auch in den beiden Jahren davor. Die gilt auch bei selbstgenutzten Ferien- und Zweitwohnungen.

Die private fremdgenutzte Immobilie:

Eine private Immobilie, welche nicht vom Verkäufer selbst bewohnt wurde, wird bei einem Verkauf innerhalb von zehn Jahren nach Abschluss des Kaufvertrags besteuert, dies ist die sogenannte Spekulationssteuer.

Innerhalb dieser zehn Jahresfrist, muss der Verkauf als privates Veräusserungsgeschäft in der Steuererklärung angegeben werden. Erst nach zehn Jahren ist der Verkauf außerhalb der Spekulationsfrist und somit steuerfrei.

Es fallen lediglich die Notarkosten und die Grunderwerbsteuer an, welche vom Käufer bezahlt werden.

Der gewerbliche Verkauf einer Immobilie:

Ein gewerblicher Hausverkauf liegt vor, wenn ein Hauseigentümer mehr als drei Immobilien innerhalb von fünf Jahren nach dem Erwerb wieder veräußert. Somit wird eine Gewerbe- und Umsatzsteuer bei einem Verkauf fällig. Der Grund des Verkaufs, ist für das Finanzamt nicht relevant.

Kann die Maklerprovision steuerlich geltend gemacht werden?

Generell können Privatpersonen die Maklerkosten nicht von der Steuer absetzten. Muss der Käufer jedoch aus beruflichen Gründen umziehen, können die Umzugskosten, sowie die Maklerkosten steuerlich geltend gemacht werden.

Kaufen Sie eine Immobilie um diese zu vermieten, können Sie die Maklerkosten bei der Einkommensteuer angeben.

  6. September 2018
  von: Anne Dentzer
  Kategorie: Hausbau